Feb 14
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Ein Herz und eine Seele: Wenn die Mutter-Tochter-Beziehung harmoniert, dann läuft der Rest quasi wie von alleine

Integration der Tochtergesellschaften – 7 Tipps

Ein Herz und eine Seele: Wenn die Mutter-Tochter-Beziehung harmoniert, dann läuft der Rest quasi wie von alleine.

Im Geschäft ist es eigentlich nicht anders als im Alltag: Eine gute Kommunikation sowie Transparenz Harmonie sind eine solide Basis für eine gesunde Beziehung von Mutter und Tochter. Auch wenn es sich um jene zwischen Mutterkonzern und die Tochtergesellschaft handelt. Folgende sieben Aspekte zeigen, wie Sie Ihre Tochter mit einer Cloud-ERP-Lösung wie SAP Business ByDesign an Ihre Zentrale anbinden. Dabei gehen wir von einem klassischen Intercompany-Szenario aus: Das Tochterunternehmen bestellt bei der Muttergesellschaft Teile oder Produkte, verbaut diese oder vertreibt sie an seine Kunden und/oder bietet diesen Serviceleistungen an.

1. Change Management: Sagen Sie, das sich etwas verändert

Führen Sie eine Software ein oder lösen sie eine ab, heißt das: Sie verändern etwas. Wenn Mitarbeiter nicht wissen oder verstehen, was ihnen das bringt, werden sie nicht voll bei der Sache sein und die gebotene Sorgfalt vermissen lassen. Darum: Stellen Sie Ziel, Kontext und Verfahren ausführlich dar. Zeigen Sie, welche Prozesse und Abläufe Sie sich vorstellen.

2. Projektmanagement: Stellen Sie das Team richtig zusammen

Aus der Zentrale brauchen Sie ein Mitglied des Managements, der die strategische Bedeutung des Projektes „bestätigt“, einen Projektleiter, der das Projekt operativ plant und steuert und einen Prozess-Verantwortlichen, um die Prozess-Landschaften so zu gestalten, dass diese reproduzierbar sind und neue Geschäftsmodelle abbilden können.
Aus der Landesgesellschaft brauchen Sie den Geschäftsführer, der dessen Interessen vertritt und zugleich die „Schirmherrschaft“ der Standardisierung übernimmt, ebenfalls einen Prozess-Verantwortlichen, der um die lokalen Gegebenheiten weiß und einen IT-Experten, der die lokale Infrastruktur kennt.

3. Tochtergesellschaft: Beziehen Sie diese ein

Es ist wichtig, Management und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft einzubeziehen. Dann werden diese die Veränderung mittragen. Durch einen offenen Austausch mit der Tochter erhält die Zentrale zudem wertvolle Informationen über landestypische Prozesse, Abläufe oder Kundenstrukturen. So ist in einem Land womöglich die Bezahlung per Scheck üblich, in einem anderen läuft dagegen bereits alles digital ab.

4. Template-Ansatz fahren: Bevorzugen Sie Stereotypen

Ob und wieweit sich die lokalen Gegebenheiten im Standard abbilden lassen oder von diesem abweichen, hängt vom Einzelfall ab. Es ist ein wenig so, als ob Sie auf einem Schwebebalken turnen. Es gilt, die Balance zu halten: In unserem Fall zwischen der Standardisierung auf der einen und einer Freiheit für lokale Gegebenheiten auf der anderen Seite. Generell lautet die Devise aber: bei Kernprozessen so nahe wie möglich am Standard bleiben – am besten auf Basis so genannter Templates.

5. Prozesse automatisieren: Setzen Sie Middleware ein

Um die Prozesse zu automatisieren, gehen Sie am besten wie folgt vor: erst die Prozesse aufsetzen, dann diese leben. Wie im Fußball sind sie nach einer gewissen Zeit eingespielt. Es ist Zeit, die Prozesse systemübergreifend abzubilden. Nutzen Sie hierfür eine Middleware als Datendrehscheibe – beispielsweise SAP HANA. Diese vermittelt zwischen den Anwendungen.

6. Service richtig planen: Bestehen Sie auf einen Key User

Wenn Sie Ihrer Tochter schon zu standardisierten Prozessen verholfen haben, dann wollen Sie natürlich auch, dass alles reibungslos funktioniert. Bestehen Sie deshalb auf einen Key-User, der in der Tochtergesellschaft „sitzt“. Alternativ kann dies auch ein Beratungsunternehmen übernehmen.

7. Cloud-ERP-Lösung: So bleiben Sie up-to-date

Auch wenn sich eine Cloud-ERP-Lösung schnell an die Firmenzentrale anbinden lässt und Aufwand sowie Kosten kalkulierbar sind, so will auch sie up-to-date gehalten werden. Das geht allerdings schnell und einfach, denn es gibt quartalsweise Erweiterungen: etwa eine Funktion, die das Streckengeschäft abbildet oder ein Add-on, mit dem sich Anlagen, Maschinen und andere Assets verwalten lassen.

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Henrik Hausen

Mit über 20 jahren ERP-Erfahrungen mit Leib und Seele Unternehmensprozessen und deren Optimierung verschrieben. Ich bin überzeugt: Der Weg in die Cloud ist der einzige mit Zukunft.